Rundgang

rdg turm Bevor man die Burganlage betreten kann, stellt sich dem „Eindringling“ eine trutzige Verteidigungsanlage entgegen. Die Graben- und Wallanlagen mit den Holzpalisaden und dem Wehrgang vermitteln einen Eindruck der Wehrhaftigkeit der Germanen. Der Torturm mit Vorhof verwehrte jedem den Zutritt zur Hauptburg. Ein Wachturm diente zur Rundumsicht und zur Verteidigung.
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Langhaus

Es ist mit seinen Grundmaßen von ca 12 m X 8 m das größte Gebäude der Anlage und zeugt damit von der Bedeutung der Anlage in der damaligen Zeit. Es war vielleicht der Sitz des Oberhauptes. Auf dem freien Platz davor wurden Volksversammlungen und Beratungen abgehalten. Es ist zu vermuten, dass hier Gericht gehalten, aber auch kultische Handlungen vollzogen wurden. Bei größeren Zusammenkünften wurde das Haus wahrscheinlich auch als Nachtquartier für Gäste genutzt.

Wohnhäuser-Pfostenhäuser

Hier spielte sich das tägliche Leben der Familien ab. Die Wohnhäuser dienten der Gefolgschaft als Unterkunft. Ein Haus bot ungefähr acht bis zehn Menschen Platz. Da die Germanen noch keine Steinbauten kannten, verarbeiteten sie ausschließlich Materialien, die sie in der Umgebung fanden. Diese Bedingungen beeinflussten die typische Bauweise der germanischen Wehrsiedlung. In den verschiedenen Wohnhäusern bewirkte das offene Feuer auch eine gute Konservierung der verbauten natürlichen Materialien. Mag es uns heute auch sehr ungesund erscheinen, aber auch Kleidung und in den Häusern vorhandene Lebensmittel wurden dadurch haltbarer.
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Die Vorratshaltung

Die richtige Lagerung und Aufbewahrung von Vorräten, besonders Lebensmitteln, war von lebenswichtiger Bedeutung. Die Vorratshaltung erfolgte getrennt von den Wohnhäusern. Für die Getreidelagerung diente ein besonderer Speicher auf Pfählen. Der Getreidespeicher musste so beschaffen sein, dass das Getreide trocken blieb und Nagetiere es kaum erreichen konnten. Für andere Vorräte wurde wahrscheinlich eine Rundhütte errichtet. Die Gestaltung des Vorratshauses erfolgte so, dass gesäuerte Lebensmittel, gedörrte Körnerfrüchte und Gemüse aufbewahrt werden konnten.

Rasensodenhaus

Bei der Konstruktion dieses Haustyps bewiesen die Germanen eine wahre Meisterschaft. Das Dach ist mit Rasenstücken gedeckt, regeneriert sich selbst und bietet eine hervorragende Dichtheit gegenüber dem Regenwetter. Auch die Wärmedämmung ist entsprechend der Jahreszeit günstig. Bei unserem Nachbau hatten wir nur bedingt Erfolg, denn nach einiger Zeit wurde das Dach kahl und fiel langsam zusammen. Nach mehrmaligen Versuchen es erneut zu errichten gaben wir schließlich auf. Sicher werden wir es wieder versuchen, denn die Germanen haben es schließlich auch geschafft!
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Backofen

Überdacht und stets einsatzbereit. Inzwischen sind mehrere der Lehmkuppelöfen wieder sorgfältig und originalgetreu aufgebaut. Sie sind voll funktionstüchtig und werden für das Backen von Brötchen, Fladenbrot, Kuchen und anderen Leckereien genutzt. Was wurde seinerzeit damit gebacken? Natürlich ist zur germanischen Ernährungsweise noch mehr zu sagen.

 

Aktuelles

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden, Organisatoren und Sponsoren für die erfolgreiche Durchführung des 24. Funkenburgfestes!